IV. Freiburg

Der Beteiligungshaushalt in Freiburg zeichnete sich durch ein übergreifendes Konzept aus, das die Säule „Online-Haushaltsrechner” mit einer Stadtkonferenz kombinierte sowie durch eine repräsentative Umfrage ergänzte. Darüber hinaus erhielt der Beteiligungshaushalt eine thematische Fokussierung. Es ging darum, den Haushalt unter Aspekten des Gender Budgetings wahrzunehmen und damit die Öffentlichkeit für das Anliegen der Chancengleichheit von Männern und Frauen zu sensibilisieren. Der Beteiligungshaushalt wurde im Rahmen des Programms „Chancen = Gleichheit” der Landesstiftung Baden-Württemberg realisiert. Das Ziel ist, die Chancengleichheit von Frauen und Männern in verschiedenen Lebensbereichen durch modellhafte und innovative Praxis- und Forschungsprojekte zu fördern.

Die Ergebnisse des Beteiligungshaushalts sollen in die Beratungen des Gemeinderates über den Doppelhaushalt 2009/2010 einfließen. Basierend auf den Zahlen von 2005 wurden 25 unterschiedliche Haushaltsposten 13 Produktbereichen zugeordnet. Die Haushaltsposten konnten in beliebigen Schritten verändert werden, im Unterschied zu Hamburg war es auch möglich, einzelne Posten ganz auf 0 zu setzen oder Ausgaben zu verdoppeln.

Der Freiburger Bürgerhaushalt lief im Zeitraum 7.4.-9.5.2008 unter der Adresse www.beteiligungshaushalt.freiburg.de. Es registrierten sich 1.862 Nutzer, die insgesamt 1.291 Haushalte einreichten. 757 Beiträge wurden verfasst, die Eingang in 16 Themenwikis fanden.

Am 24.4.2008 diskutierte Prof. Christine Färber zur Bedeutung des Ge­schlechts für den Finanzhaushalt mit den Nutzern. Davor hatten bereits Annette Schubert und Clemens Heidenreich von der Stadt Freiburg die Fra­gen der Bürger zum Beteiligungshaushalt beantwortet.

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