III. Hamburg
Der Bürgerhaushalt Hamburg wurde auf Grundlage des DEMOS-Konzeptes unter dem Titel „Was wollen wir uns leisten? Bürgerbeteiligung an der Hamburger Haushaltsplanung” im Zeitraum 18.4.-12.5.2006 unter der Adresse www.hamburg-haushalt.de durchgeführt (ausführlich dazu Lührs/Hohberg 2007b)
Ziel dieser Diskussion war es, die Bürger nach ihren Einstellungen und Meinungen zu befragen, konkrete Einsparungsvorschläge zu entwickeln und eine breite Diskussion zur Hamburger Haushaltslage zu initiieren.
Auf der Plattform waren die insgesamt 34 Produktbereiche des Hamburger Haushalts dargestellt. Mit einem Schieberegler konnten die jeweiligen Einzeletats um bis zu 50% reduziert bzw. erhöht werden. Um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen, entwarf die TuTech Innovation GmbH im Vorfeld eine detaillierte PR-Kampagne, die unter anderem die Einbeziehung von Prominenten vorsah.
Während der vierwöchigen Diskussion registrierten sich 2.870 Benutzer, die 2.138 individuelle Haushalte aufstellten und kreativ und konstruktiv diskutierten.
Insgesamt wurden 38 konkrete Entwürfe zu einzelnen Haushaltsbereichen entwickelt, die von alternativen Hafenerweiterungsstrategien über eine Ressourcen schonende Verwaltung bis hin zur „Entrümpelung des Schilderwaldes” reichten. Als Experten stellten sich Rüdiger Kruse (Haushalts- und Finanzpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion) sowie die Universitätsprofessoren Dietrich Budäus (Public Management) und Dieter Läpple (Stadt- und Regionalökonomie) zur Verfügung.
Tags: Beteiligung, Beteiligungshaushalt, DEMOS, E-Partizipation, Freiburg, Hamburg, Haushaltspolitik, III. Hamburg, Planung, Symbolische Politik