1. Web 2.0 als neue Form politischer Kommunikation

Je beliebter ein Web-2.0-Angebot ist, desto mehr Besucher werden an­gezogen und umso mehr Inhalte werden durch die Nutzer eingestellt. Dieses führt wiederum zu einer noch höheren Attraktivität des Angebotes und noch mehr Besucher. Ein bekanntes Beispiel ist der von 47% aller deutschen Internetnutzer genutzte Web-2.0-Dienst Wikipedia. Das dort mittlerweile angesammelte Wissen konkurriert durchaus mit altehrwürdigen Lexika und ist dabei noch kostenfrei. Darüber hinaus stellt es eine bisher ungekannte Form des Wissensmanagements dar, weil die Beiträge dezentralisiert eingestellt und in der gleichen Weise auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden.

War es für den Gelegen­heits­nutzer bisher noch mit großem Aufwand verbunden, eine eigene Homepage einzurichten und zu pflegen, so helfen vor allem soziale Netzwerkwebseiten, wie etwa das 2003 ge­gründete MySpace, mit einfach zu bedienenden Benutzeroberflächen persönliche Seiten zu erstellen und diese dank erhöhter Übertragungsraten unkompliziert mit Bildern, Videos und Ton anzureichern. Weitere rasant zunehmende Phänomene, die heute bereits zum Alltag gehören, sind der Austausch auch großer Datenmengen zwischen privaten Nutzern (Peer-to-peer-Filesharing), von beliebigen Nutzern editierbare Wissenssammlungen (Wikis) und die Bereitstellung von Pod- und Vodcasts (Audio- und Videoclips), aus denen sich der Nutzer sein persönliches Medienprogramm zusammenstellen kann.

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