Artikel zum Stichwort »Bürgerjournalismus«

1.2 Public-Citizen-Partnership: Ein Programm für die Zukunft der Bürgerbeteiligung

Kommunen brauchen ihre Bürger, Unternehmen und Stakeholder nicht nur als Wähler, Steuerzahler und Anspruchsgruppen, sondern als Partner zur Gestaltung des Wandels vor Ort. Mit diesem Anspruch konnten Beteiligungsverfahren in der Vergangenheit oft nicht mithalten: für die Bedürfnisse politischer Entscheider zu akademisch, methodenorientiert, langsam und kleinkariert. Der Beitrag zeigt eine in [...]

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1.3 Online-Videos in der politischen Kommunikation

Im Internet kann potenziell jeder seinen eigenen Fernsehkanal betreiben: Die Kosten für Produktion und Verbreitung von „Bewegtbildern“ sind vergleichsweise niedrig. Für die Politik besteht darin nicht nur ein neues PR-Instrument, sondern eine Chance, Bürger stärker an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Videobasierte Bürgermedien leisten einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs.

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I. Videos als Kommunikationsform

Gegenüber dem Fernsehen haben Videos im Internet eine ganze Reihe von Vorteilen für die Nutzer: die Unabhängigkeit von Sendezeiten, die Pausentaste, eine größere inhaltliche Vielfalt, die Verfügbarkeit von Zusatzinformationen ohne Medienbruch, den Rückkanal für Kommentare, die Nutzung variabler Abspielgeräte.
Entscheidend ist jedoch, dass die Produktion und Verbreitung von Be­wegtbildern nur noch ein Bruchteil dessen kostet, was [...]

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II. Videoplattformen und Podcasts

Für die Bereitstellung von audiovisuellen Inhalten im Internet haben sich verschiedene Modelle entwickelt. Die Übertragung von Videodaten über das Netz wird als Web TV bezeichnet, die Datenübertragung erfolgt durch das sogenannte „streaming”. Damit die Übertragung funktioniert, wird eine Netzwerkverbindung zwischen Streamingserver und dem PC des Nutzers aufgebaut. Der Vorgang der Datenübertragung besteht aus dem Empfangen [...]

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III. Videonutzung im Netz

Das wichtigste Informationsmedium der Deutschen ist nach wie vor ist das Fernsehen. Unter den jüngeren ist das Internet inzwischen jedoch auf Platz 2 vor Radio und Presse geklettert. Mehr als ein Drittel, 38,7%, der 14- bis 64-Jährigen in Deutschland nutzt das Internet täglich (Allensbacher Computer- und Technik-Analyse ACTA, 2007). Das sind 19,3 Mio. Bürger. Parallel [...]

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IV. Potenziale für die Politik

Obwohl bei der Nutzung von Online-Videos die Unterhaltung dominiert, kann ihr Einsatz für die politische Willensbildung zumindest einer Teil­öffentlichkeit sinnvoll sein. Prinzipiell eröffnet das Internet neue Möglichkeiten für die Politik. Es existiert ein direkter Kommunikationskanal zwi­schen politischen Entscheidern und Bürgern – ohne die Filter der „Gate­keeper” wie in den klassischen Medien. Politische Inhalte werden im [...]

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V. Die Nutzer als Produzenten

Informationen, Dokumentationen und Kommentare zum aktuellen Ge­schehen per Video werden im Netz nicht nur von offizieller Seite, sondern gerade auch von den Nutzern selbst produziert. Sie eröffnen Möglichkeiten der individuellen Meinungsäußerung und des Wissensaustausches. Die Bandbreite der Themen ist dabei enorm, die Qualität der Beiträge heterogen. Diese jedoch als bloßes „mediales Rauschen” abzutun, würde bedeuten, [...]

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VI. Bürgerjournalismus zu politischen Themen

Eine Stimme, die sich im Netz zu politischen Themen äußert, kommt aus Berlin und gehört Markus Beckedahl, der das Blog netzpolitik.org betreibt. Seine Themen sind Freiheit und Offenheit im digitalen Zeitalter. Seit 2006 experimentiert er mit dem Video-Podcast Netzpolitik TV, in dem er Interviews und Dokumentationen veröffentlicht. Manche von ihm produzierte Folgen sind 10.000 Mal [...]

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1.5 Journalismus 2.0: Erfahrungen beim Aufbau eines lokalen Internetmagazins

Welche Chancen bietet das Internet für neue Formen der Bürgerbeteiligung? In einem Dorf bei Hamburg entstand 2007 ein lokales Internetprojekt – unabhängig von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Verflechtungen. Ergebnis: Das Internet eröffnet die Kommunikationsebene für eine neue Bürgergeneration. Ohne engagierte Menschen, die als lokale „Web-Alphatiere“ Kontinuität und Vielfalt garantieren, geht es aber nicht.

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I. Wo das Netz zum Greifen nahe ist

Ein Wort vorab: Vom Begriff „Web 2.0″ – so treffend er sein mag – soll auf den nächsten Seiten nicht die Rede sein. Xing, Flickr, StudiVZ: was für eine bestimmte Gruppe von Menschen inzwischen wie selbstverständlich zum Aufrechterhalten des Soziallebens gehört, klingt für viele User des im Folgenden beschriebenen Projekts eher nach Schokoriegeln oder chinesischen [...]

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II. Lücken im lokalen Netz

Wentorf ist zugleich ein Beispiel dafür, dass das Internet sich in kommunalen Bereichen mit Eigendynamik schwer tut. Während man mit wenigen Klicks die wichtigsten Probleme der Bundespolitik zu googlen vermag, ist es im lokalen Bereich zuweilen schwierig, über das Internet ein aktuelles Bild über lokalpolitische Themen zu erhalten. Diese Lücke wollte „Wir in Wentorf” schließen. [...]

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III. Das Projekt „Wir in Wentorf“

Drei Grundsätze wurden als inhaltliche Ziele des im März 2007 gestarteten Internetmagazins „Wir in Wentorf” formuliert:

Aktuelle Information
Service
Interaktion

Aktuelle Nachrichten dominieren die Startseite von „Wir in Wentorf”. Eine übersichtliche Navigation, einheitliche Farbgebung und eine nicht zu komplexe Seitengestaltung sollen dem Leser einen Überblick über aktuelle Themen liefern.
Aktuelles aus Polizei, Wirtschaft und Politik, Termine, Flohmarkt – etwa dreimal [...]

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IV. Lokale Berichterstattung und Aktualität

Was löste den Feuerwehr-Großalarm im Ortszentrum aus? Wie kam die Aufführung des gestrigen Theaterstücks an? Gelingt der Weltrekord des Friseurs im Dauer-Haarschneiden? User von „Wir in Wentorf” oftmals weitaus früher über lokale Geschehnisse informiert, als die Leser der heimischen Lokalzeitung, die einmal wöchentlich eine Seite über den Ort zusammenstellte. Entscheidungen aus dem Rathaus landeten zumeist [...]

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V. Service

Das tägliche Wetter, Veranstaltungskalender, Ausflugstipps, Tagesmutter-Adressen, Links – Der Service-Aspekt ist bei „Wir in Wentorf” ein wesentlicher Faktor. Informationen über die Gemeinde und Aktivitäten von Senioren machten für viele User das Internet für die tägliche Information greifbar.

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VI. Interaktivität und politische Mitbestimmung

Der Blick auf diverse Foren im Internet verleitet zu dem Eindruck, des Bürgers innigstes Bedürfnis sei die permanente Einflussnahme auf das Weltgeschehen, indem er der Nachwelt seine Meinung kundtut. Ein Blick auf Wikipedia zeigt auch, dass Menschen offensichtlich ehrgeizig genug sind, ihr Wissen über berühmte Persönlichkeiten, geschichtliche Ereignisse oder technische Zusammenhänge weiter zu geben. Das [...]

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VII. Der User erzieht sein Netz

Anders als bei einer Tageszeitung, in der die scheinbar einzige Einflussnahme auf die redaktionellen Inhalte im Abbestellen eines Abonnements oder im Schreiben eines Leserbriefes liegt, sind Online-User ihren Machern so nah wie bei keinem anderen Medium. Sie sind ein Teil des Mediums, Dies bekommen die Redakteure von Onlinemagazinen tagtäglich zu spüren: Rechtschreibfehler, inhaltliche Ungenauigkeiten oder [...]

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VIII. Gesucht: Lokale „Web-Alphatiere“

Das Internet ist das Medium der Zukunft – auch auf kommunaler Ebene. Das große Interesse der Leser an „Wir in Wentorf” zeigt dies, wenngleich es eine Reihe von Hemmnissen gibt, die eine flächendeckende Verbreitung von lokalen Internetprojekten behindern. Lokale Zeitungsverlage üben Druck auf ihre Anzeigenkunden aus, wenn es um die Verteilung von Werbebudgets geht. Wirtschaftlich [...]

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