Artikel zum Stichwort »Köln«

3.1 Haushaltsplanung 2.0 — E-Partizipation über Bürgerhaushalte

Die Entwicklung des Internets hin zu interaktiven und gemeinschaftsfördernden Funktionen lässt sich politisch als Chance einer erweiterten Einbeziehung der Bürgerschaft in Belange der Politik begreifen. Unter den derzeit kommunal praktizierten Beteiligungsverfahren haben diejenigen zur Haushaltsplanung eine herausragende Bedeutung. Dabei müssen sich nicht nur die Bürger beteiligen. Auch die Verwaltungen sind entsprechend gefordert. In Köln hat [...]

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I. Einleitung

Von Anfang an wurde mit dem Internet die Erwartung verbunden, dass es dem Einzelnen mehr Freiräume gewähren wird, sich aktiv in das mediale Geschehen einzumischen. War zu Beginn das Internet für die meisten seiner Nutzer primär ein Informationsmedium, da nur relativ wenige in der Lage waren, eigene Inhalte ins Netz zu stellen, so bieten heute [...]

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II. E-Partizipation in der Haushaltsplanung

Unter den derzeit kommunal praktizierten Beteiligungsverfahren ragen diejenigen zur Haushaltsplanung hervor. Die Kassen der Kommunen sind leer, es muss immer häufiger zwischen gleichwertigen Projekten entschieden werden und die Konsequenzen der entsprechenden Entscheidungen sind für alle Bürger spürbar. Es macht deshalb für die Kommunen Sinn, den Bürger gerade in die Haushalts­pla­nung stärker als bisher einzu­binden. Ein [...]

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III. Nicht nur der Bürger, auch die Verwaltung muss sich beteiligen

Wer nun glaubt, es reiche aus, zu den bewährten Verfahren des Bürgerhaushalts die Internettechnologie lediglich hinzuzuaddieren, um ein erfolgreiches Beteiligungsprojekt durchzuführen, verkennt die Herausforderungen, die sich mit dem „Generationenwechsel” verbinden. Elektronisch unterstützte Bür­ger­haushalte zeigen geradezu exemplarisch, dass der Einsatz digitaler Me­dien eine Reform der Bürgerbeteiligung von Grund auf darstellt.
Zuallererst muss die Politik einen Auftrag zur [...]

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IV. Der Kölner Bürgerhaushalt 2008 als wegweisendes Beispiel

Werden die hier angesprochenen Voraussetzungen beachtet, steigen die Erfolgswahrscheinlichkeiten für einen Bürgerhauhalt oder andere elektronisch unterstützter Beteiligungsangebote. Dies zeigt das Beispiel Köln. In einer Situation, in der die Verwaltung mit den vielfältigen Heraus­for­derung­en noch unvertraut war, die eine Online-Bürgerbeteiligung mit sich bringt, in der es nicht nur Promotoren und Befürworter des Ver­fahrens gab, sondern auch [...]

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V. Nach dem Bürgerhaushalt ist vor dem Bürgerhaushalt

Im Kölner Bürgerhaushalt hat sich die Ausgangsidee bewährt, ein Ver­fahren zu konzeptualisieren, dass den Bürger vorrangig als Ideen- und Vorschlagsgeber zur Wirkung kommen lässt und ihn darüber entschei­den lässt, welche Vorschläge er eher oben oder unten in der Bewer­tung sehen möchte. Manchem dürfte diese Lösung nicht weit genug gehen, weil stärker Web-2.0-orientierte Modelle zum Bürgerhaushalt [...]

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3.5 Öffentliche (Un-) Ordnung 2.0: Die Beispiele Unortkataster und Fixmystreet

Unter dem Titel „Unortkataster Köln“ wird eine kartenbasierte, multimediale Web-2.0-Plattform entwickelt, auf der sich Bürger mit verbesserungswürdigen Orten ihrer Stadt diskursiv auseinandersetzen können. Das Unortkataster ist ein Experiment, das Bürgern ein direkt demokratisches Beteiligungsinstrument für Stadtentwicklung an die Hand geben will und umgekehrt Akteuren der Verwaltung ermöglichen soll, vom Wissen und der Kreativität der Bürger [...]

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I. Einleitung

Die Weiterentwicklung des Internets zu einem „Mitmachnetz” hat auch die Hoffnung einer stärkeren Beteiligung und Anteilnahme des Bürgers an politischen Prozessen erneut entfacht.
An der Kunsthochschule für Medien Köln wird unter dem Titel „Un­ortkataster Köln” eine kartenbasierte Internet-Plattform entwickelt, auf der sich die Bürger Kölns mit städtischen Orten auseinandersetzen können, die aus ihrer Sicht einer Aufwertung [...]

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II. Städtische Gemeinschaft versus globalisierte Online-Community

Seit Beginn des Internets ist die „community” ein wichtiger Schlüsselbegriff für die webbasierte Softwareentwicklung. Wenn man die städtische Gemeinschaft und Online-Communities vergleicht, ergeben sich einige Unterschiede. Online-Communities definieren sich über einen Themenfokus, die Würdigung der Beiträge der Mitglieder untereinander und eine spezifische, auf die geteilten Inhalte bezogene Kommunikation. Eine virtuelle Community ist ortlos: der thematische [...]

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III. Glokalisierung?

Ein Effekt der gegenwärtigen Globalisierung ist der mit ihr einhergehende Bedeutungszuwachs des Lokalen, der als Glokalisierung beschrieben wird. Gerade wegen der Undurchschaubarkeit globaler Abläufe gewinnen die Orientierung und das Engagement im Lokalen für viele Personen an Bedeutung. Dadurch rücken auch die realen Orte und ihre Eigenheiten wieder stärker in den Fokus. Dieser Effekt wird in [...]

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IV. Karten als Beteiligungsinstrumente

Der Kartograph Philippe Rekacewicz hat darauf hingewiesen, dass es objektive Karten ebenso wenig geben kann wie objektive Statistiken. Karten enthalten per se Deutungsmuster und Abgrenzungen. Das Unortkataster setzt genau auf diese politische Aussagekraft von Kartierungen und funktioniert damit ganz anders als das städtische Kataster: geographische Präzision und statistische Genauigkeit ist hier zweitrangig. Das dem Unortkataster [...]

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V. Konzept und Funktionalitäten des Unortkatasters

Wer die Website www.unortkataster.de besucht, sieht zunächst eine Karte Kölns, über die sich alle weiteren Funktionen der Anwendung erschließen. In vier Kategorien sind Marker gesetzt, die von den Teilnehmern am Portal verortet wurden. Besucher der Seite gelangen über diese Marker zu den angehängten Inhalten. Eine mit der Karte verbundene Zeitleiste ermöglicht die Filterung der dargestellten [...]

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VI. Unortkataster – eine Art Fixmystreet?

Das Unortkataster ist mit dem britischen Internetdienst Fixmystreet verwandt, der den Arbeitsaufwand und die zeitlichen Abläufe lokaler Verwaltungen effizienter gestalten soll, indem infrastrukturbezogene Einzelanfragen von Bürgern auf eine öffentliche Plattform verlagert werden. Die Plattform ermöglicht dem britischen Bürger landesweit Probleme seiner näheren Umgebung zu kartieren, bereits gemeldete Missstände zu erkennen und bei Bedarf auf Textbasis [...]

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VII. Ziele und Chancen des Unortkatasters

Das Unortkataster stellt ein Verfahren bereit, das die Beteiligung von Bürgern in Fragen der Stadtentwicklung ermöglicht und zur Dokumentation akuter Missstände aufruft. Die technischen Anforderungen an die Benutzer sind gering. Das Verfahren bietet zusätzlich die Chance, gerade eine jüngere Zielgruppe aktiver in die politische Gestaltung lokaler Lebensräume einzubeziehen, für die das Internet ein alltägliches Kommunikationsmedium [...]

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